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Das Geheimnis der Liebe finden

Von der Vereinigung zu sprechen ist verboten; man darf das Geheimnis der Liebe den Uneingeweihten nicht enthüllen:

Sagt es niemand, nur den Weisen,

heißt es in Goethes „Seliger Sehnsucht“, einem Gedicht, das seinen Ursprung in Halladschs Parabel vom Falter hat, der sich der Flamme nähert und schließlich in ihr verbrennt, um in der Vereinigung höheres Leben zu erfahren, das „Stirb und werde“ zu verwirklichen.

Das Gleichnis des sterbenden Schmetterlings schrieb der persische Sufi Mansur al-Hallasch vor etwa 1100 Jahren. Für Johann Wolfgang von Goehte und weitere Freimaurer, gehörte dieses „Sterben, um zu leben“ zu den Grundlagen ihrer Geheimlehre, genauso wie das Verbot, über das Geheimnis der Liebe zu sprechen.

Welchen Zweck dieses Verbot erfüllt, diskutieren wir hier nicht. Fakt ist, dass jede Religion, jedes esoterisches Geheimwissen in seiner klaren und ursprünglichen Form die Vereinigung mit dem „Urgrund der Liebe“, wie ihn die Sufis beschreiben, zum Ziel hat. So verhält es sich auch mit dem Wahrsagen.

Zwar nutzen viele die Weissagung für Fragen des Alltags, doch das ultimative Ziel einer jeden Methode - gleich ob Kartenlegen 1.50, Pendeln, Hellsehen oder Traumdeutung – ist das Hinführen des Ratsuchenden zu der einen, ewigen Quelle im Inneren des Menschen. Halladsch hat die Vereinigung in seinen arabischen Versen immer wieder angedeutet:

     Es hat mein Geist gemischt sich mit dem Deinen,
     wie Wein vermischt mit klarem Wasser sich.
     Wenn etwas Dich berührt, rührt es auch mich an,
     denn immer bist und überall Du ich.

Die intuitive Sprache macht es manchen rational denkenden Abendländern schwer, den irrationalen Inhalt seines Vierzeilers zu verstehen. Die Schönheit und Anmut des Originals geht in der Übersetzung ein wenig verloren.

Was bleibt ist der Eindruck dessen, was die Wahrsagekunst erreichen will: die Einheit des Menschen. Etwas profaner ausgedrückt: Sie will helfen. Wer Antworten auf die Fragen des Alltags sucht, der wird sie bekommen. Wer sich spirituell entwicklen möchte, für den ist die Weissagung eine Brücke zu inneren Quellen, die auf ihn warten.

Die Fragen, die uns dorthin führen, sind zunächst einmal einfach: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Das Umfeld, in das wir hineingeboren wurden, bestimmten von klein auf unseren Charakter. Eltern, Medien und Autoritäten haben uns geprägt und beeinflusst. Eine Telefonberatung kann helfen, bislang verborgene Aspekte unserer Vergangenheit aufzudecken. Was wir gestern gedacht und gefühlt haben bestimmt, wer wir heute sind.

Wahrsagen kann aber mehr. Was wir heute denken und fühlen bestimmt auch, wer wir morgen sind. All unsere Handlungen bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt bedingen nur so lange unsere Zukunft, bis wir von der Freiheit Gebrauch machen, sie zu verändern.

     Wohin wollen Sie?

Das liegt in Ihren Händen. Wir helfen Ihnen den besten Weg zu wählen, gleich ob sie spirituelle Ziele verfolgen oder ob Sie Klarheit in Alltagsfragen haben möchten. Das Ergebnis einer Weissagung können wir nicht beeinflussen. Bei einer Telefonberatung bekommen Sie als erstes die nackten, sachlichen Aussagen des Orakels.

Die Richtung, die wir Ihnen anschließend auf der Grundlage der Weissagung empfehlen – wenn Sie uns danach fragen -, ist jene, die zum „Urgrund der Liebe“ führt. Denn es ist dieser mystische Urgrund allen Seins allein, der jeden Widerspruch in sich vereint, jeden Schmerz zu lindern vermag und beständiges Glück verspricht.

Alles in der Welt ist im Wandel. Alles vergeht. Wie könnten wir jemandem einen Ratschlag geben, ohne diesen Wandel zu bedenken? Der Mystiker Dhu'n-Nun entdeckte vor langer Zeit das einzig Ewige in dieser Welt. Er fragte in der Einsamkeit eine alte Frau: „Was ist das Ende der Liebe?“ Und sie antwortete: „Du Dummkopf! Liebe hat kein Ende!“ „Und warum nicht?“ „Weil der Geliebte kein Ende hat.“

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